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Die Hoehe... Ich denke jeder hat schon mal von der Hoehenkrankheit gehoert, aber vor meiner ersten Reise in die Himalaya Region war mir nicht bewusst, dass es grundsaetzlich zwei Effekte durch die Hoehe gibt: Den Sauerstoffmangel und die Hoehenkrankheit. Sauerstoffmangel: Ab einer Hoehe 3000m spuert man meiner Erfahrung nach schnell den Sauerstoffmangel in der Luft. Ist wirklich interessant, dass man nach Ankunft in Lhasa schon beim 'Aufstieg' in den 3.Stock des Hotel deutlich zu schnaufen beginnt ! Die Ursache liegt im Abnehmen des Luftdrucks mit zunehmender Höhe, mit dem auch der anteilige Sauerstoffdruck abnimmt. Dadurch nimmt zunächst die Sauerstoffaufnahme in der Lunge ab - und es tritt eine Sauerstoffunterversorgung ein, da die körpereigene Atemregelung sich vor allem nach dem Kohlendioxidgehalt des Blutes richtet, dessen Gehalt im Blut bei abnehmendem Luftdruck nicht steigt. Welchen Effekt dies hat haengt von der koerperlichen Fittness ab, sprich man kann sich gegen diese Schlappheit vorbereiten, so dass man zumindest den Anfang der Reise besser uebersteht. Der Körper kann sich durch eine Erhöhung der Anzahl roter Blutkörperchen innerhalb weniger Tage in gewissem Ausmaß an diese Situation anpassen. Diese Anpassung wird als Akklimatisation bezeichnet.Der geringe Sauerstoffgehalt der Luft in diesen Höhen veranlasst den Körper, mehr Erythrozyten (roten Blutkörperchen) zu produzieren, um trotz des geringen Sauerstoffangebotes seinen Sauerstoffbedarf decken zu können. Eine wirkliche deutliche Anpassung findet aber erst nach 6 Wochen statt. Wirklich unangenehm ist ein Effekt der bei mir ab 4000m zu beobachten ist: Die Schlaflosigkeit, welche sich dadruch aussert, dass man kurz nach dem Einnicken sofort wieder mit hohen Adrenalinschub aus dem Schlaf gerissen wird, weil man das Gefuehl hat zu ersticken. Danach ist man natuerlich wieder hellwach. Auch stellen sich manchmal wirre Traeume ein. Es empfiehlt sich also langsam in groessere Hoehen aufzusteigen um eine Aklimatisierung zu erreichen. Ferner sollte man schon vor der Reise auf ausreichende Fitness achten. Hoehenkrankheit Als Höhenkrankheit bezeichnet man einen Komplex von Symptomen der bei Menschen auftritt, die sich in groeße Höhen begeben. Da schon Lhasa auf 3600m liegt besteht das Problem für jeden Reisenden und nicht nur für Bergsteiger. Symptome: Kopfschmerzen, Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Atemnot, Schwindel, Ohrensausen, Schlafschwierigkeiten, Ödeme, verminderte Wasser- und Salzausscheidung. Meiner Erffahrung nach hilft die Einnahme von Aspirin nicht nur gegen die Kopfschmerzen, sondern hat durch die Blutverduennende Wirkung allgemein einen sehr positiven Einfluss. Wichtig ist es auch waehrend der Reise 3-4 Liter pro Tag zu trinken. Ist natuerlich nicht angenehm waehrend des Trekkings so viel Wasser mit sich rumzuschleppen. Auch muss man bedenken entsprechende Mengen Wasser ueberhaupt taeglich im abgekochten Zustand zu haben. Hier ist eine gute PLanung erforderlich, dass man z.B. das Abends gekochte Wasser ueber Nacht abkuehlen laesst. |