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| 3.Februar 2002 |
Bin heute nach Pudong, auf der anderen Seite des Huangpu Rivers gelaufen. Das ist ein neuer Stadtteil, in dem die Chinesen architektonisch so richtig angeben ( Fitschi aufgepasst ! ). Hier wird einfach ohne Rücksicht alles platt gemacht was dem Fortschritt im Weg steht. War ja neulich in Berlin und ich muss sagen der Potsdamer Platz wäre hier vielleicht gerade mal das Zentrum eines Vorortes ( Pasinger Marienplatz... ) - die Chinesen klotzen hier wirklich Hochäuser und ganze Stadtteile hin, dass man aus dem Staunen nicht mehr rauskommt. War dann auch im 88 Stock des Jin Mao Tower, der mit 421 Meter das 3.grösste Gebäude der Welt ist. |
| 2.Februar |
Hatte das erstemal die Chance Shanghai richtig bei Tag zu sehen und prompt
waren es so viel neue Eindrücke, dass ich gar nicht weiss wo ich
anfangen soll... es ist hier so vieles anders als in Europa und ich hab
wirklich noch nie so krasse Unterschiede zwischen supermodern-reich und
einfachste Lebensverhältnisse gesehen ! Da werden mir in nächster
Zeit nicht die Fotomotive ausgehen, aber bisher halte ich mich sehr zurück,
weil ich das Ganze erst verarbeiten muss bevor ich es dokumentiere ( und
Euch hier natürlich zeigen werde ). |
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Wollte Euch ja ein paar Bilder von meinem Appartment zeigen, aber der Kollege hat die Digitalkamera nach Hongkong mitgenommen, so hier nur zwei Fotos die nicht von mir gemacht wurden. Habe gerade mit Sara per Netmeeting eine "Videokonferenz" gemacht - funktioniert super !! |
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| 1.Februar |
Freitag ... war mit den vier Kollegen bei Essen ( wegen Chinese-New-Year - is sowas wie bei uns Firmen-Weihnachtsfeier ) und habe die Erfahrung gemacht, was es bedeutet, wenn die Chinesen ihrem liebsten Sport nachgehen - dem Verhandeln und Feilschen. Weil während des nur eineinhalbstündigen Abendessens die einzelnen Gänge nach Ansicht eines meines chinesischen Kollgegen nicht schnell genug auf den Tisch kamen hat er sich bei der Chefin beschwert und wollte nur die Hälfte der Rechnung zahlen. Soweit, so gut, sagen kann man da schon was, aber was folgte ist meinem europäischen Empfinden nach total Unverhältnismässig - eben ein Sport: Die Diskussion bzw. das Verhandeln dauert dann fast eine Stunde lang ! Gespart haben wir uns dann umgerechnet ca. 30 Euro und der Kollege war glücklich! Die anschliessende Kneipentour war prima - das Angebot ist unglaublich, aber man darf da wirklich nicht so genau hinsehen, wie das Geld weggeht - Bierchen um die 5.50 Euro. |
| 31.Jan |
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Hab ich doch glatt gedacht, ich hätte seit gestern einen schnellen
ADSL-Internetzugang ... ach ja ich bin ja in China ...die Leitung ist
da, das Modem auch und der "Servicetechniker" meint er hätte
auch keine Ahnung warum es nicht funktioniert - Punkt. Jetzt warte ich
bis die Kartons mit meinem privaten Rechner kommen und probiers dann nochmal. |
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23:50 Uhr Huraaaaa ! Der Internetzugang per ADSL funktioniert !! Höre
gerade "live" Bayern 3 in Shanghai übers Internet - so
guten Empfang hatte ich im Auto manchmal nicht ! Dann kan ich ja jetzt
beruhigt in Bett gehen .... |
| 30.Jan |
Wusste gar nicht wie interessant ein Arbeitsweg sein kann ! Der Morgen fängt hier mit einer Taxifahrt durch Shanghai an. Das Gute daran ist, dann man ständig neue Routen fährt, weil die Taxifahrer sich teilweise in dieser 14 Milionen Stadt nicht auskennen. Endlich mal Fahrradfahrer auf ihrem Weg in die Arbeit ! So stelle ich mir China vor. Im Park stehen Leute in der Kälte und führen in Zeitlupe Ihre morgendlichen FaiChi Übungen aus... |
| 29.Jan |
Abends nach der Arbeit ein kleiner Spaziergang - raus aus dem Hotel,
der westlichen Welt, nur eine Gasse parallel zur leuchtenden Konsum-Strasse
und alles ist ganz anders... |
| 28.Jan |
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Der erste Tag ... gleich mal in die Arbeit gehen !
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| 27.Jan |
Ankunft Shanghai, China ... so, jetzt bin ich da wo ich unbedingt hinwollte ! Hab hier in Shanghai am Flughafen ziemlich schnell die Formalitäten erledigt und bin mit dem Taxi fast 40 Minuten ins Ritz-Carlton gefahren. Am Strassenrand sieht man schon die Betonsäulen für den neuen Transrapid. Das Apartment ist riesig und nett eingerichtet - sogar mit Balkon Richtung Westen - da kann man im Sommer die Abendsonne geniessen. Im Moment ist es aber ziemlich feucht kalt, so um die 5 Grad ! (siehe Temperaturvergleich München-Shanghai) Ein Blick aus dem Fenster lässt mir bewusst werden, dass ich jetzt im 16 Stock wohne ! Vor mir einige andere Hochhauser - direkt darunter eine alte Kolonialvilla. |
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| 26. Januar 2002 |
Abflug München.... fast 9000 Kilometer liegen vor mir - nur 10 Stunden Flug ...wäre natürlich eine prima Sache ganz klassisch mit der Transsibierischen Eisenbahn zu fahren und damit die Strecke wirklich zu erleben, aber dafür war keine Zeit. Vielleicht irgendwann mal.
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